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Experten meinen, Roid Rage gibt es nicht
In einer weiteren heraugeschnittenen Szene des Anabolika-/Doping-Dokumentarfilms „Bigger, Strogner, Faster“ kommen Doping-Experten wie William Llewellyn (Autor von Anabolics 2007), John Romano und Harrison Pope zu Wort, die der Meinung sind, dass es „Roid Rage“ nicht gibt.
Roid Rage werden allgemein aggressive Stimmungsschwankungen genannt, die durch den Gebrauch bzw. Missbrauch von Anabolika zutrage treten sollen. Viele kriminelle Schwerverbrecher benutzen oftmals Roid Rage als Ausrede für brutale Straftaten vor Gericht, um eine mildere bzw. im Bestfall gar keine Strafe zu erhalten. Experten streiten schon seit Jahren, ob es Roid Rage wirklich gibt. Der letzte große angebliche Roid Rage Fall in den Medien war die Tragödien rund um Chris Benoit, einem der legendärsten und besten Profi-Wrestler weltweit, der, angetrieben durch Roid Rage, erst seine Familie und dann sich selbst ermordet haben soll. Durch viele aufwendige Untersuchungen konnte später belegt werden, dass andere Faktoren zur Tragödie geführt haben, sofern Chris Benoit wirklich der Schuldige ist, was noch nicht eindeutig bewiesen werden konnte.
Die Experten, die in der herausgeschnittenen Szene für Bigger, Stronger, Faster interviewt wurden, waren einstimmig der Meinung, dass es Roid Rage in eigentlichen Sinn nicht gibt. Vielmehr lautet der Tenor, dass ein Mensch, der bereits ohne Steroide ein A…loch ist, durch Steroide zu einem noch größeren A…loch wird. Es gibt allerdings keine Indizien dafür, dass ein psychisch gesunder Mensch durch die alleinige Gabe von Steroiden Roid Rage entwickeln würde.
Chris Benoits persönlicher Arzt nicht schuldig gesprochen
Der persönliche Arzt des verstorbenen Wrestlers und ehemaligem WWE World Heavyweight Champion Chris Benoit ist vom amerikanischen Gericht für unschuldig gesprochen. Gegen Dr. Phil Astin ist aufgrund des Vorfalles vom 22.Juni 2007 Anklage erhoben worden. Laut der 175 Seiten lange Anklageschrift verschrieb der Arzt Chris Benoit Steroide und Wachstumshormon und empfahl zudem falsche Dosierungen.
Die verschriebenen Medikamente sollen unter anderem ein Grund sein, weshalb Chris Benoit zuerst seine Familie getötet und nach dieser Tat auch Selbstmord begangen haben soll.
Naheliegender ist jedoch die Tatsache, dass Chris Benoit unter dem Fragiles-X-Syndrom litt und diese Krankheit in Verbindung mit jener schweren Tat steht. Bekannte Symptome sind unter anderem Intelligenzminderung und Sprachstörungen.
Weitere Untersuchungen haben ergeben, dass Chris Benoits Hirn zum Zeitpunkt seines Todes dem eines 85 jährigen Alzheimer-Patienten glich, was ein direktes Ergebnis vieler im Ring erlittener Verletzungen ist.